Die Zahlen zum Cannabiskonsum in der Schweiz, welche von der  Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme SFA für das Jahr 2004 vorgelegt wurden, sind alarmierend. Die im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit BAG durchgeführte Studie belegt eine rasante Zunahme des Konsums insbesondere in den jüngeren Altersgruppen. Insgesamt haben rund 46 Prozent (!) der 5000 befragten 13- bis 29-Jährigen mindestens einmal in ihrem Leben Cannabis konsumiert und 13 Prozent dieser Altersgruppe konsumieren regelmässig, wovon rund ein Drittel ihren Konsum als problematisch bezeichnen, bzw. unter gesundheitlichen Folgeproblemen leiden. Europaweit hat der Cannabiskonsum in den letzten zehn Jahren um 70 Prozent zugenommen und das Einstiegsalter ist drastisch gesunken. Die Schweiz nimmt neben Spanien und Frankreich einen Spitzenplatz ein.

 

Die offizielle Drogenpolitik war und ist geprägt von einer allgemeinen Verunsicherung, welche sich unter anderem in einer unterschiedlichen Auslegung des Betäubungsmittelgesetzes auswirkt, zumal von verschiedenen Seiten eine Gesetzesrevision erwartet wurde, welche aber vom Nationalrat durch den Nichteintretensentscheid vom 16. Juni 2004 abgewendet wurde. Erwartungsgemäss wurde von der politisch ausserordentlich aktiven Hanflobby die Initiative mit dem manipulativen Titel „Pro Jugendschutz“ lanciert und am 13. Januar 2006 mit rund 106'000 gültigen Unterschriften eingereicht. Bemerkenswert ist, dass sich namhafte bürgerliche Politiker für die Anliegen der Hanffreunde einspannen liessen.

Immer wieder ist zu beobachten, dass die Hanflobby die vermeintliche Harmlosigkeit der Droge Cannabis illustriert, indem sie scheinbar gut integrierte und angeblich normal funktionierende Kiffer präsentiert. Dabei wird verschwiegen, dass die Wirkung von THC (Tetrahydrocannabinol), dem pharmakologisch aktiven Teil der Hanfpflanze auf das Individuum äusserst komplex und sehr unterschiedlich ist. Das erklärt sich einerseits aus der Fettlöslichkeit des Wirkstoffes, andererseits aus der unterschiedlichen Verteilung der Rezeptoren, welche die biochemische Reaktion auf THC im Körper vermitteln. So ist es nicht ausgeschlossen, dass gewisse Individuen kaum eine psychoaktive Wirkung verspüren, andere hingegen schwerste psychische Entgleisungen erleiden. Letztere können bei empfindlichen Personen bereits bei moderatem Konsum zu chronischen Psychosen (z.B. Schizophrenie, depressive oder paranoide Störungen, etc..) führen. Als noch gravierender und längerfristig für die gesellschaftliche Entwicklung fatal einzuschätzen, sind die subtileren Wirkungen von Cannabis insbesondere auf die jungen Menschen. Mangelnde Motivation, verminderte Frustrationstoleranz und Interesselosigkeit sind Symptome, welche neuerdings sogar die sonst eher liberal gesinnte Lehrerschaft auf den Plan rufen. Sollte der Cannabiskonsum nicht eingedämmt werden können, droht uns nicht nur eine Flut von Cannabis-Invaliden, sondern ein möglicherweise tief greifender Strukturwandel unserer Gesellschaft und zwar in einer Weise, welche auch den Hanffreunden nicht geheuer sein dürfte.

Text freundlicherweise zu Verfügung gestellt von Dr. med. Daniel Beutler, Mühlethurnen

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