Wie können Sie einem jungen Menschen in einer Krise oder einem suizidgefährdeten Menschen helfen?

  1. Wenn Sie das Gefühl haben, etwas stimme nicht, dieser Mensch brauche irgendwie Hilfe, sei vielleicht depressiv oder sogar suizidgefährdet: Vertrauen Sie diesem Gefühl, verdrängen Sie es nicht!
  2. Trauen Sie sich, zu fragen! Kommen Sie ins Gespräch mit diesem Menschen. 
  3. Zuhören ist die wichtigste Hilfe! Mit Reden über seine Situation findet der gefährdete Mensch eine erste notwendige Entlastung. 
  4. Nehmen Sie Aussagen wie „Es hat ohnehin keinen Sinn“ oder „Es geht ja nicht mehr lang“ u.a. ernst! Es stimmt nicht, dass Menschen, die Suizid andeuten oder direkt ansprechen, sich nichts antun. 
  5. Direktes Fragen nach Suizidgedanken - „Hesch du scho dra denkt, dir s’Läbe z’neh?“ - hilft dem betroffenen Menschen, sich aussprechen zu können. Die Situation wird geklärt, Ängste und Phantasien werden kleiner! – Es stimmt nicht, dass Menschen durch solche Fragen erst recht gefährdet sind, das Gegenteil ist der Fall.  
  6. Zeigen Sie, dass Sie das Problem ernst nehmen. Z.B. „Ich sehe, was dich belastet und ich verstehe, dass du verzweifelt bist. Ich möchte dir aber helfen, am Leben zu bleiben und die Situationen, die du jetzt nicht mehr aushältst, zu verbessern.“ 
  7. Nicht „moralisieren“, Suizidgedanken nicht „bewerten“! 
  8. Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, die Probleme des gefährdeten Menschen lösen zu wollen. Sich aussprechen ist schon eine erste Entlastung, eine wichtige Hürde ist genommen. 
  9. Bürden Sie sich nicht zuviel Verantwortung auf. Teilen Sie die Verantwortung. Besprechen Sie mit dem Menschen in der Krise, wen Sie ins Vertrauen ziehen können. Sagen Sie klar „Ich habe Angst um dich“ oder „Ich kann diese Verantwortung nicht allein tragen“. Holen Sie wenn möglich mit ihm zusammen professionelle Hilfe. Oder anerbieten Sie, ihn zu einem Termin bei einer Fachperson zu begleiten. 
  10. Drängen Sie sich und die betroffene Person nach einem Gespräch nicht dazu, schnell reagieren zu müssen. Vereinbaren Sie klar, wann Sie nächstes Mal bereit sind, wieder über die Situation zu reden und fragen Sie die gefährdete Person, welche Fachperson sie kontaktieren möchte: den Hausarzt, einen Psychologen, ev. eine bekannte Krankenschwester oder einen Psychiatrischen Notfalldienst. 
  11. Wenn ein Mensch den Sinn des Lebens nicht mehr sieht, ist Hilfe von Fachleuten notwendig. 
  12. Nehmen Sie selber mit Fachleuten Kontakt auf, wenn Sie sich unsicher fühlen, wenn Sie nicht wissen, wie sich verhalten oder wenn Sie fühlen, dass Hilfe dringend notwendig ist. Hausarzt, Notfallarzt, Spital oder Tel. 111 fragen nach Notfalldiensten.

Unter 

Suizid Prävention Schweiz
Postfach
3072 Gümligen 

können Sie eine Liste mit "Nützlichen Adressen" und andere Unterlagen verlangen. Falls Sie ein konkretes Problem haben, teilen es bitte schriftlich mit, wir werden Ihnen entsprechende Informationen und Flyers  zustellen. Bitte legen Sie ein frankiertes Antwort-Couvert C5 bei.

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You can find many good articles about depressions and suicide prevention on the following website:

www.psychologyinfo.com
 

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