Erkennen - Verstehen - Helfen

Christiane Nevermann und Hannelore Reicher

„Überall wo ich bin, nehme ich meine Traurigkeit mit. Es ist so, als hätte ich  ständig Bauchschmerzen!“ Als Nina das erklärte, fing sie an zu weinen. Sie hatte das Gefühl, ihrer Traurigkeit hilflos ausgeliefert zu sein. Schon seit einigen Wochen. Und sie hoffte auf den Tag, wo sie ohne dieses lähmende Gefühl der Niedergeschlagenheit aufwachen würde.“

Kinder und Jugendliche benutzen sehr unterschiedliche Begriffe und Beschreibungen, um ihre Gefühle der Traurigkeit deutlich zu machen. Jüngere Kinder sagen entweder konkret: „Ich bin traurig“, oder aber sie reden nicht darüber, sondern zeigen es deutlich.

Kinder, die depressiv verstimmt sind, weinen in Situationen, die von ihnen selbst als belastend empfunden werden. (Für Familienmitglieder manchmal unverständlich). Mit dem Jugendalter  beginnt eine intensive Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen, die mehr und mehr durcheinandergewirbelt werden. Mit dem bewussten Entdecken der Gefühle stellt sich in der Regel auch Scham ein, darüber mit andern zu sprechen. Nichtverbale Signale werden deutlicher: der Gesichtsausdruck, ein bestimmtes Verhalten, sozialer Rückzug können Hinweise auf besondere Traurigkeit sein. Vor allem die Häufigkeit ist ein Indikator für die Ernsthaftigkeit des Zustandes. Je häufiger und dauerhafter Traurigkeit beobachtet werden kann, desto eher weist das auf eine depressive Verstimmung hin, die vielleicht schon einen chronischen Zustand erreicht hat.

Zwei ausgewiesene Expertinnen beschreiben in diesem Buch die ganze Bandbreite depressiver Störungen, immer verbunden mit der Frage: Anhand welcher Signale können Eltern und Bezugspersonen depressionsbetroffne Kinder und Jugendliche frühzeitig erkennen und diesen aus ihren Entwicklungskrisen helfen?

Christiane Nevermann, Hannelore Reicher: Depressionen im Kindes- und Jugendalter. Verlag C.H. Beck München 2001, ISBN 3-406-47566-3. Broschiert 242 Seiten, ca. Fr. 20.-

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You can find many good articles about depressions and suicide prevention on the following website:

www.psychologyinfo.com
 

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